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Ich gebe zu, ich schreibe nicht wirklich viel, wahrscheinlich schaut ihr schon alle gar nicht mehr nach, ob mal wieder was Neues da steht^^

Normalerweise gibt es auch nicht wirklich viel Neues zu berichten, der Unialltag zieht sich halt so dahin, wir schreiben immer wieder Klausuren, aber ansonsten passiert da eigentlich nichts Spannendes.

Aber letztes Wochenende sind Olesya, ein Kollege von ihr (ein lustiger 35-jähriger Australier) und ich nach Hangzhou gefahren. Das ist nicht so weit weg von Shanghai (1 bis 2 Stunden mit dem Zug) und eigentlich war ich letztes Jahr schon mal mit Kaibins Familie dort, aber diesmal haben wir uns ganz andere Sachen angeschaut, deshalb wars trotzdem spannend und lustig.

Wir wollten uns nämlich am Freitag um 4 Uhr treffen, haben uns aber erstmal ne Stunde lang am Bahnhof gesucht -.-, dann konnten wir endlich Tickets kaufen gehen und sind gegen 6 Uhr losgefahren. (Eigentlich hatten wir, als wir die Reservation für die Jugendherberge gemacht haben gesagt, dass wir zwischen 6 und 8 Uhr ankommen^^) Naja, wir waren dann halt erst um 8 Uhr am Bahnhof und haben uns das nächste Taxi gesucht, dass uns zur Herberge fahren kann, wir haben auch ohne Probleme eines gefunden, und der Fahrer kannte auch die Adresse... aber die Jugendherberge haben wir nicht gefunden^^... das Problem ist nämlich, dass die kleinen Seitenstrassen nicht wirklich eigene Strassennamen haben und einfach den der großen Strasse "annehmen". Also haben wir uns erstmal durchfragen müssen, ich glaube der arme Taxifahrer ist schon halb verzweifelt, weil wir auch vergessen hatten die Telefonnummer der Jugendherberge aufzuschreiben (bzw., weil wir den Zettel zu Hause vergessen haben -.-) und jeder, den er nach dem Weg gefragt hat, hat ihm was anderes erzählt^^. Irgendwann war es unserem Australier zu dumm und er hatte keine Lust mehr im Auto zu warten und ist selber ausgestiegen, um auf eigene Faust nach dem Weg zu suchen, das einzige Problem... er spricht so gut wie GAR KEIN Wort Chinesisch... er also immer zu den Leuten hin und nach dem Strassennamen und der Hausnummer gefragt. ABER die Hausnummer war 66 und er wusste nicht, wie man das auf chinesich sagt, also hat er immer 6 - 6, 6 - 6 gesagt (aber keiner hat ihn, wer hätte das gedacht, verstanden^^). Irgendwann wusste dann doch jemand den Weg (wir waren schon auf dem richtigen Seitensträsschen, nur mussten wir noch ein wenig den Berg rauf) und kamen in unserer Herberege an. Die Jugendherberge war eigentlich voll schön, klar die Zimmer waren sehr einfach, nur die Betten, ein paar Schränke und ne Dusche, aber der/die/das Aufenthaltsraum/Rezeption/Esszimmer war total gemütlich (wenn auch manchmal etwas kalt und zugig, aber das ist es in China überall -.-) und die Leute waren sehr nett.

Das einchecken hat alles wunderbar geklappt und wir sind erstmal auf das Zimmer, um unsere Sachen abzulegen. Als wir dann in/an den/die/das Aufenthaltsraum/Rezeption/Esszimmer zurück kamen, war da eine Frau mit 6 Schüsseln Suppe mit Huntun (chin. Essen) drin... Julian (der Australier) hat doch ausversehen 6 Schüsseln Abendessen bestellt, als er so eifrig auf die eine Gruppe Leute eingeredet und immer 6 - 6 gesagt hat^^

Naja, wir haben einen Teil gegessen und den Rest haben wir verschenkt... ich glaube die Leute dort haben sich köstlich über uns amüsiert, und wir haben uns köstlich über die Gesamtsituation amüsiert. In der Jugendherberge hatten sie neben einem Fernseher (mit einer sehr großen DVD-Sammlung) auch ein Zimmer mit Zeitschriften/Büchern, einige Computer (man konnte eine Viertel Stunde lang kostenlos ins Internet und das reicht ja auch um die Emails nachzuschauen) und... einen Billiartisch!!! Den Rest des Abends haben wir dann dort verbracht und Billiard gespielt und die beiden süßen kleinen Katzen, die dort wohnten, gestreichelt.

Am nächstenm Tag sind Olesya und ich dann ins Teemuseum gegangen, das war sehr interessant. Es lag mitten in Teeplantagen und man konnte alles mögliche über die verschiedenen Teesorten, die unterschiedlichen Herstellungsverfahren und die Werkzeuge erfahren. Olesya hat sich mit VIEL Grünem Tee eingedeckt und dann sind wir von dort aus Richtung See gelaufen.

Der See ist eines der Markenzeichen von Hangzhou und er ist wirklich sehr schön... wir sind auf jeden Fall da lang spaziert und plötzlich waren wir an einer Stelle, an der ich auch schon im Jahr zuvor gewesen bin^^ daraufhin sind wir dann zu einem Tempel gefahren und haben uns dort mit Julian getroffen (der hat sich lieber ein Fahrrad genommen und wollte nicht unbedingt Museen schauen). Dieser Tempel (der Lingyin-Tempel) ist so ziemlich der berühmteste Tempel in Hangzhou und war auch sehr interessant. Da leben die Mönche nämlich noch richtig (man kann ihnen also auch bei ihren Gebeten zuschauen) und es gibt einen Garten mit steinernen Buddha-Skulturen, die den Weg zum Tempel säumen und hinter der einen goldenen Buddha-Statur (die sind bestimmt 7 Meter hoch!!!) war eine Wand voller geschnitzter Figuren (laut Reiseführer glaube ich 140 oder so): die ganzen verschiedenen Buddhas, die wächter, die Wesen der Zwischenwelt (halt die ganzen Wesen, die zum Buddhismus gehören)... das war schon ein gewaltiges Bild (vielleicht 10 m² voller Figuren), aber ich glaube auf den Fotos kommt das leider nicht so gut raus.

Damit komme ich zum blöden Teil der Geschichte... unsere Kamera hat noch am See den Geist aufgegeben (weil Batterie alle -.-), wir haben zwar dann noch ein paar aus dem Tempel, da Julian auch eine Kamera dabei hatte, aber auch seine Batterie war nur noch ziemlich schwach^^ Das heißt es gibt nicht sooo viele Bilder (und ich glaube ich zeige sie euch auch erst, wenn ich zu Hause bin, weil ich zu faul bin sie hochzuladen^^), aber es war trotzdem sehr schön.

An dem Abend sind wir früh schlafen gegangen, denn es war ein erstaunlich warmer, etwas anstrengender Tag. Am nächsten Tag sind Olesya und ich dann noch ins Seidenmuseum gegangen, das war auch zeimlich gut. Es war ein sehr großes Gelände, mit verschiedenen Gebäuden  und Pavillions, in denen alles Mögliche gezeigt wurde, von den ganzen Gewändern (aus den verschiedenen Dynastien) und den Werkzeugen, über die Seidenraupen (Lebensräume und der Entwicklung), eine Modeschau mit Seidengewändern und (das fand ich am interessantesten) einer praktische Vorführung eines Webstuhls. Das war aber kein kleiner Webstuhl, sonder ein rießiger, vielleicht 3 auf 5 Meter in Höhe und Länge, der von 2 Personen bedient wurde!!! Die Frau hat das Schiffchen durch die Fäden gezogen und das eigentliche Tuch gewoben und der Mann saß irgendwo 2 Meter über dem Boden und hat an verschiedenen Fäden gezogen (wie er die richtigen , in der richtigen Reihenfolge gezogen hat, hab ich keine Ahnung, denn er hatte SEHR VIELE vor der Nase) - diese Fäden waren dafür verantwortlich, dass unterschiedliche Fäden unten angehoben wurden und so ein Muster auf das Tuch gesponnen werden konnte (das klingt jetzt bestimmt sehr verwirrend, es war auch nicht wirklich 100&-ig verständlich, aber trotzdem SEHR faszinierend).

Danach sind wir auch schon wieder zum Bahnhof gefahren, denn wir wollten nicht zu spät in Shanghai ankommen, denn wir mussten alle noch ein wenig was für die nächste Woche vorbereiten.

Alles in allem, war es ein sehr lustiges und schönes Wochenende und ich hab jetzt mal wieder mehr als genug geschrieben... das ist bei mir ja immer so etwas "klumpig", manchmal lommt lange Zeit nichts, und dann plötzlich wieder ein ewig langer Text^^, naja, müsst ihr mit leben^^

 Alles liebe,

 

Nadja

28.11.08 15:06





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